Parkinson Krankheit
Das Parkinson-Syndrom ist gekennzeichnet durch die klinisch definierte Symptomkombination: Hypo- bzw. Akinese (verminderte Beweglichkeit), Rigor (Steifheit der Muskulatur), Ruhetremor und gestörte Stellreflexe.
Die Diagnose eines Parkinson-Syndrom ist erst beim Vorliegen von mindestens zwei der oben genannten Kardinalsymptome möglich. Der Morbus Parkinson beginnt in 70% der Fälle zwischen dem 50. und dem 70. Lebensjahr und kommt bei Männern und Frauen etwa gleich häufig vor. Nach ätiologischen Gesichtspunkten unterscheidet man von der idiopathischen Form des Parkinson-Syndroms die verschiedenen symptomatischen Formen und die mit Systemdegeneration einhergehenden Krankheitsbilder (Multisystem-Atrophie, progressive supranukleäre Blickparese, kortikobasale Degeneration). Das idiopathische Parkinson-Syndrom ist mit einem Anteil von bis zu 80% die am häufigsten anzutreffende Form. Die Ursache des idiopathischen Parkinson-Syndroms ist nicht bekannt.
Benannt ist die Erkrankung nach James Parkinson (1755 – 1824), einem Londoner Chirurgen und Paleontologen. 1817 war Parkinson von 6 Patienten mit starkem Tremor und deutlicher Bewegungseinschränkung so beeindruckt, dass er dieses von ihm beobachtete und erstmals beschriebene Krankheitsbild unter dem Begriff der Schüttellähmung („Shaking Palsy“) subsumierte. In den folgenden Jahren setzte sich dann das Eponym „Morbus Parkinson“ durch.
Die Krankheitsentstehung beim Parkinson-Syndrom ist weiterhin unklar. Durch eine Reihe von pathophysiologischen Befunden entwickelten sich verschiedene Hypothesen, die den Entstehungsprozess der Erkrankung zu klären versuchen. Hierzu gehören die Hypothese des oxidativen Stress und die Exzitotoxin-Hypothese, die endogene oder exogene Neurotoxine als Ursache vermuten, eine genetische Hypothese und eine Hypothese zum gestörten Kalzium-Stoffwechsel.
Für weitere detaillierte Beschreibungen sei auf die Webpage des Kompetenznetzwerk Parkinson verwiesen
(www.kompetenznetz-parkinson.de)
