DEMPARK (Parkinson-Erkrankung)
Die Parkinson-Krankheit ist eine chronische, progressiv neurodegenerative Erkrankung, in deren Verlauf es zu einem Verlust Dopamin-produzierender Neurone kommt. Da diese Neurone bei der Initiierung und Kontrolle von Bewegungsabläufen eine Rolle spielen, kommt es mit fort¬schreitender Krankheit zu den bekannten motorischen Ausfällen.
Es wird angenommen, dass die bei der Parkinson-Erkrankung auftretende Demenz ein Erkrankungs-inhärenter Prozess ist, dessen Auftretenshäufigkeit mit zunehmendem Alter steigt. In der Literatur herrscht ebenfalls eine ausgeprägte Debatte über die Häufigkeit, die Art und die zeitliche Entwicklung der kognitiven Leistungseinbussen bei PD. Obwohl es keine Zweifel mehr gibt, dass das Auftreten von PD das Risiko für eine Demenz erhöht, gibt es derzeit keine sicheren Schätzungen der Prävalenz und Inzidenz; Schätzungen belaufen sich auf etwa 30-80%. Darüber hinaus existieren nur vereinzelt prospektive Studien, die die Konversionsraten von kognitiv intakten Patienten zu „mild cognitive impairment“ (MCI) und Demenz untersucht haben. Weiter sind die Kriterien des MCI für die Parkinson-Krankheit bisher nicht validiert worden, sondern es wurde das Konzept der Alzheimer-Demenz übernommen.
Zusammenfassend lassen die derzeit verfügbaren Studien keine sichere Abschätzung der exakten Prävalenz und Inzidenz sowie Aussagen zum Risiko einer Demenz-Entwicklung bei PD-Patienten zu.
Daher werden im vorliegenden Projekt auf der Basis einer großen Kohorte (n >= 700) von Parkinson-Patienten in verschiedenen Stadien der Erkrankung über einen Zeitraum von 12 Monaten in acht Zentren in Deutschland (Aachen, Bonn, Dresden, Frankfurt a. M., Kassel, Kiel, Marburg, Tübingen) Daten erhoben über
- die kognitive Beeinträchtigung der Patienten und deren Verlauf
- die strukturellen Veränderungen im Gehirn der Patienten,
- über die genetische Prädisposition der Patienten,
- über das Vorhandensein und die Menge ggf als Biomarker nutzbarer Proteine im Blut der Patienten.
