Abgeschlossene Studien
1) Die Versorgungsqualität und Resourcen-Verbrauch bei der Behandlung von Parkinson-Patienten in neurologischen Praxen (NeuroPa)
Ehret R, Balzer-Geldsetzer M, Reese JP, Dodel I, Becker E, Christopher A, Friedrich H, Kraemer S, Lüer W, Müngersdorf M, Puzich R, Rohr A, Schultes-Platzek I, Siefjediers V, Tiel-Wilck K, Oertel WH, Dodel R (2009) Direct costs for Parkinson’s treatment in private neurology practices in Berlin. Nervenarzt 80(4): 452-8.
Balzer-Geldsetzer M, Reese JP, Becker E, Christopher A, Ehret R, Friedrich H, Kraemer S, Lüer W, Müngersdorf M, Puzich R, Rohr A, Schultes-Platzek I, Siefjediers V, Tiel-Wilck K, Oertel WH, Dodel R. Assessing Cost and Health-Related Quality of Life in Patients with Parkinson’s Disease – a retrospective 3-months study
(manuscript in preparation)
Hintergrund: Ziel der Arbeit war es, die Versorgung von Parkinson-Patienten und die direkten Kosten innerhalb eines Quartals (Q4/2006) in 12 neurologischen Schwerpunktpraxen in Berlin zu erheben.
Material und Methoden: Es wurden insgesamt 425 Patienten rekrutiert (Alter: 69,1 ± 9,3 Jahre; 185 Patienten waren weiblich), wobei die sozioökonomischen und klinischen Parameter in einem Patienten- und Arztfragebogen ermittelt wurden. Die Kostendaten (2006) wurden 1) prospektiv anhand der Abrechnungen der Praxen nach EBM und GoÄ (Arztkosten) und 2) retrospektiv nach den Angaben der Patienten errechnet. Die Erhebung wurde entsprechend den Leitlinien für die Durchführung von gesundheitsökonomischen Evaluationen durchgeführt (Per¬spektive: Krankenkassen). Die Kostenverteilung wurde anhand verschiedener klinischer und Patienten-relevanter Messgrößen analysiert.
Ergebnisse: Die direkten medizinischen Quartalskosten beliefen sich insgesamt auf €1667 (€1436-€1995 [95%K.I.])pro Patient. Die prospektiv erhobenen Behandlungskosten in den Schwerpunktpraxen betrugen nach EBM durchschnittlich €42 (€39-€45 [95%K.I.])und nach GoÄ €135 (€106-€177[95%K.I.]) pro Patient und Quartal. Neben Geschlecht, Krankheitsdauer und Schwere der Erkrankung wirkten sich auch motorische Fluktuation/Dyskinesien und die Depression als Kosten-bestimmende Faktoren aus.
Die vorliegende Studie unterstreicht die große finanzielle Belastung durch Morbus Parkinson, insbesondere durch die Medikation und Nutzung stationärer Einrichtungen. Erstmalig ist durch die Dokumentation der Arzthonorare nach EBM bzw. GoÄ ein Vergleich der in Rechnung gestellten Leistungen mit der tatsächlichen Vergütung durch die kassenärztliche Vereinigung möglich. Dieser Vergleich und weitere ökonomische Untersuchungen der Parkinson’schen Erkrankung können einen wichtigen Beitrag zur Aufdeckung von Über-, Unter- und Fehlversorgung bei Parkinson-Patienten leisten.
2) Klinische, multizentrische Studie zur Erhebung der Lebensqualität und Krankheitskosten bei Patienten mit Tourette-Syndrom in neurologischen Praxen.
Müller-Vahl K, Dodel I, Müller N, Münchau A, Reese JP, Balzer-Geldsetzer M, Dodel R, Oertel WH (2010) Health-related quality of life in patients with Gilles de la Tourette's syndrome. Mov Disord 25(3):309-314.
Dodel I, Müller N, Münchau A, Reese JP, Balzer-Geldsetzer M, Dodel R, Oertel WH, Müller-Vahl K (2010) Healthcare utilization in patients with Gilles de la Tourette's syndrome. J Neurol. 2010 Feb 24. [Epub ahead of print]
Ziel der Studie war, durch eine Gesamterfassung von allen Patienten mit Tourette-Syndrom (Mindestalter 18 Jahre), die in die rekruiterenden Zentren (Hamburg, Hannover, München) zur Behandlung kommen, sowohl die verursachten Kosten als auch die Versorgungsqualität zu erfassen und so erstmalig in Deutschland einen Überblick über die exakten Kosten im ambulanten Bereich zu ermöglichen.
3) Klinische, multizentrische Studie zur Erhebung der Lebensqualität und Krankheitskosten bei Patienten mit Multipler Sklerose in neurologischen Praxen und Kliniken.
Ziel der Studie war, durch eine longitudinale (Basisuntersuchung und Nachuntersuchungstermine nach 6 und 12 Monaten) Gesamterfassung von allen Patienten mit Multipler Sklerose (Mindestalter 18 Jahre), die in die angegebenen Zentren zur Behandlung in die MS-Spezial-Ambulanz der Klinik für Neurologie des Universitätsklinikums Marburg und Gießen GmbH, Standort Marburg, kamen, sowohl die verursachten Kosten als auch die Versorgungsqualität untersucht werden um so erstmalig in Deutschland einen Überblick über die exakten Kosten einer MS-Behandlung zu ermöglichen und darüber hinaus auch die Sicht der Patienten bezüglich der Versorgungsqualität zu berücksichtigen.
Posterpreis der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (2009): Longitudinale Studie zu Lebensqualität und Versorgung bei Patienten mit Multipler Sklerose. A. John; G. Wienemann; J. P. Reese; A. Wellek; N. Sommer; B. Tackenberg; R. Dodel; M. Balzer-Geldsetzer
Economic burden in a German cohort of Patients with Multiple Sclerosis. Jens Peter Reese; Axel John; Gabriele Wienemann; Björn Tackenberg; Norbert Sommer; Monika Balzer-Geldsetzer, Richard Dodel (manuscript in preparation)
Economic Burden of Multiple Sclerosis: A Systematic Review. Gabriele Wienemann, Jens Peter Reese, Monika Balzer-Geldsetzer, Richard Dodel (manuscript in preparation)
