Funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRT)

Die funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRT) stellt ein nicht invasives Verfahren dar, das die Erfassung neuraler Aktivierung im Gehirn von Versuchspersonen während der Bearbeitung verschiedener Aufgaben ermöglicht. Hierbei wird der BOLD-Effekt (blood oxygen level dependency) zugrunde gelegt, d.h. unterschiedliche magnetische Eigenschaften des Blutes in Abhängigkeit des Sauerstoffgehaltes werden zur Analyse herangezogen. Über die neurale Hirnaktivität lassen sich Rückschlüsse auf die für bestimmte kognitive Prozesse jeweils rekrutierten Hirnregionen ziehen.


In einem aktuellen Projekt wurde untersucht, ob sich auch auf neuraler Ebene affektive und kognitive ToM-Prozesse unterscheiden lassen. Dabei konnte gezeigt werden, dass bei kognitiven ToM-Aufgaben eher laterale Anteile des präfrontalen Kortex aktiviert scheinen, während affektive ToM-Aufgaben eher mediale Anteile des präfrontalen Kortex rekrutieren. Weiterhin zeigte sich in subkortikalen Strukturen wie der Amygdala und in Strukturen der Basalganglien in der affektiven ToM-Bedingung mehr neurale Aktivierung als unter einer vergleichbaren Experimentalbedingung, deren Bearbeitung keinerlei ToM-Prozesse erforderte.


Es ist geplant, diese Methode zur Erfassung neuraler Aktivierung auch in anderen Studien einzusetzen.